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Die Wallfahrt nach Neukirchen beim Heiligen Blut


Über die Entstehung der Wallfahrt gibt es keine Unterlagen. Der Heimatforscher Gotthard Oswald schreibt in seiner „Geschichte des Marktes und der Pfarrei Regen“ aus dem Jahr 1910 nur: „Die Wallfahrt nach Neukirchen, Montag vor Pfingsten, ist uralt und soll in die Hussitenzeit zurückreichen. Nach anderer Tradition stammt sie aus der Schwedenzeit.“

Hans Vogl berichtet hundert Jahre danach in seinem Buch  „Regen – Geschichte und Geschichten“ (S. 278 ff), dass einem späteren Bericht zufolge im Jahr 1884 die Jubiläumswallfahrt anlässlich des 250-jährigen Bestehens stattfand.

Warum das 300. Jubiläum bereits im Mai 1932 begangen wurde, ist nicht bekannt. Denkbar wäre, dass man das Jahr der der Stadterhebung auch kirchlich durch besonders feierliche Wallfahrten aufwerten wollte. (Auch das 300-jährige Jubiläum des „Bittganges“ nach Patersdorf wurde entgegen der Historie um zwei Jahre auf 1932 vorverlegt.) Vielleicht gab es auch eine düstere Vorahnung auf die kommenden politischen Veränderungen. 1934, im Jahr 2 des „Tausendjährigen Reiches“, wäre eine solche herausragende Demonstration der christlichen Tradition sicherlich nicht mehr so einfach gewesen. Wie dem auch sei: Seit damals orientieren sich die weiteren Jubiläen (350. = 1982 und 375.= 2007) an diesem Jahr.

Hans Vogl schreibt in seinem oben erwähnten Buch weiter:
„Die Tradition der Neukirchen-Wallfahrt wird noch immer rege gepflegt. Eine solche Wallfahrt mit einer Wegstrecke von 50 Kilometern ist kein Spaziergang, sie geht in die Knochen und sie ist nicht ein sportliches Ereignis. Zusätzliche Erschwernisse bringt immer wieder einmal die Witterung mit sich, vor allem mit Regen und Kälte. Es dürfte kaum einen Wallfahrer geben, der nicht sein Päckchen oder Paket an Anliegen mit auf den Weg zur Gnadenmutter nimmt und nicht ergriffen ist von der schlichten Frömmigkeit, in die er dabei einbezogen wird. Die Wallfahrt gibt noch heute Kraft und Trost – so wie in all den Jahrhunderten zuvor. Wir leben in einer Zeit, in der uns all das erspart bleibt, was die Gründer der Wallfahrt und die meisten ihrer Nachfahren erleben und erdulden mussten. Bleiben wir dafür dankbar und schließen wir mit der Hoffnung, dass diese wichtige Tradition, die wie kaum eine andere Gegenwart und Vergangenheit verbindet, weiter lebendig erhalten bleibt.“