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Das Gnadenbild Maria Trost in der Wallfahrtskirche Maria Plain


Die Wallfahrt nach Maria Plain


Die Regener besuchten „ihr“ Gnadenbild immer wieder in unregelmäßigen Abständen: bei Pfarrausflügen und durch Vereine und privat mit dem PKW.

Im Jahr 2000 machten sich dann auch erstmals 25 Radfahrer auf den Weg zur „Windelmadonna“, wie das Gnadenbild „Maria Trost“ im Volksmund heißt, und wiederholten diese Pilgerfahrt mit wachsendem Erfolg jedes Jahr. Inzwischen kann man von einer neuen Wallfahrtstradition ausgehen.
Weitere Informationen über die Radwallfahrt ...

2008 suchte die ausgebildete Pilgerführerin Elisabeth Seidl erstmals einen Fußweg von Regen aus zur Muttergottes auf dem Plainberg. Seitdem machen sich jährlich im August einige Fußpilger sieben Tage lang auf den Weg nach Salzburg.
Weitere Informationen über die Fußwallfahrt ...


Das Gnadenbild Maria Trost auf dem Plainberg nächst Salzburg und seine Beziehung zu Regen

An einem Pfeiler zwischen dem Hauptschiff und der sog. Marienkapelle unserer Pfarrkirche St. Michael hängt eine Kopie des Gnadenbildes von Maria Plain und eine Tafel, die die Geschichte des Gnadenbildes und der Wallfahrt darstellt. Dieses Bild wurde der Pfarrei zum 850-jährigen Jubiläum der erster urkundlichen Erwähnung im 1998 von den Benediktiner-mönchen der Abtei St. Peter in Salzburg , die die Wallfahrt heute betreuen, geschenkt.

Ein Bild und seine Geschichte
Während des 30-jährigen Krieges zogen 1633 die Schweden raubend und brandschatzend durch Bayern. Im Dezember kamen sie auch nach Regen und verlangten eine „Brandsteuer“, d.h., wenn die Bürger nicht einen bestimmter Betrag aufbringen würden, werde der Ort angezündet.
Die Regener zahlten die geforderte Summe nicht. Ob sie nicht zahlen wollten oder nicht zahlen konnten, weiß man nicht. 
Wie dem auch sei: Am 10. Dezember 1633 sprengte ein schwedischer Reitertrupp heran, umzingelte den Markt und legte an mehreren Stellen an den hölzernen Dachschindeln Feuer. Nach ein paar Tagen begannen die Bürger, die überlebt hatten, die niedergebrannten Häuser aufzuräumen und nach brauchbaren Resten zu durchsuchen. 

Dies tat auch der Bäcker Paul Regner, der unweit der Regenbrücke wohnte. Auch er begann die Brandstätte von Schutt und Asche zu befreien. Nichts war übrig geblieben, alles war verbrannt. Doch dann, o Wunder, fand sich – fast unversehrt – das Marienbild, das in der Wohnstube gehangen hatte.  Diese Tatsache hielt man für ein Wunder. Und in einer so schweren Zeit war dies auch ein Trost: Gott hat uns nicht ganz verlassen. Das Bild wurde öffentlich ausgestellt und verehrt. 

Nach einiger Zeit suchte die Bäckersfrau den Maler Stefan Wäschinger auf, um das Bild fachmännisch von den Rußresten reinigen zu lassen. Der Zufall wollte es, dass an diesem Tage Frau Argula, die Ehefrau des Pflegers von Fürsteneck, Hans Ludwig Grimming von Niederrain, ein Marienbild (eine Kopie des Maria-Hilf-Bildes von Lucas Cranach) bei diesem Maler abholte. Als sie die Geschichte von der wunderbaren Verschonung des Bildes der Familie Regner hörte, wollte sie dieses unbedingt in ihren Besitz bringen. Sie bedrängte die Bäckersfrau geradezu und es gelang ihr, es gegen ihr eigenes Bild einzutauschen. 

Das Wunderbild wurde zunächst in der Schlosskapelle in Fürsteneck aufgestellt, kam dann auf den Plainberg bei Salzburg, wo die Grimmings einen Maierhof besaßen, später nach Nesselwang und wieder zurück auf den Plainberg. Zunächst nur als Kopie, da der Bischof von Augsburg das Original in seiner Schatzkammer aufbewahrte. Nach Jahren gelang es dann dem Salzburger Bischof, seinen Mitbruder davon zu überzeugen, dass Original auf den Plainberg gehört. 

Die Wallfahrt zum Gnadenbild blühte auf, so dass eine herrliche Barockkirche erbaut und 1674 eingeweiht wurde. 

1744 machte das Domkapitel zu Salzburg das Gelübde, Maria und das Kind auf dem Plainer Gnadenbild mit goldenen Kronen zu schmücken, wenn Stadt und Land Salzburg vom öster-reichischen Erbfolgekrieg verschont bleiben. Nach Abzug der Truppen löste man das Gelübde ein. Die Kronen wurden nach Rom gebracht und von Papst Benedikt XIV. selbst geweiht.  Am 5. Sonntag nach Pfingsten im Jahr 1751 erfolgte die Krönung Marias und des Jesuskindes. Zur Erinnerung wird seitdem jedes Jahr vom 5. bis 6. Sonntag nach Pfingsten das Krönungsfest begangen. 

Die Geschichte der Wallfahrt und die Herkunft des Gnadenbildes sind auch in der Wallfahrtskirche selbst mehrfach dokumentiert. 

Eine ebenso ausführliche wie überschwängliche Beschreibung aus dem Jahr 1838 findet man einem Pfeiler auf der linken Seite der Wallfahrtskirche.

 

Bilder mit erläuternden Texten sind auch an den Türen zu den Emporenaufgängen zu sehen. (Die Originale dieser Bilder befinden sich im Kloster selbst; sie wurden anlässlich des 100-jährigen Jubiläums des Kirchenbaues, also im Jahr 1774, angefertigt.)

Zu Regen in dem Baierlande
Verzehrte eines Bäkers Haus
die Flamme: doch durch Gottes Hände
wich diesem Bild das Feuer aus.
Frau Argula im Markte Regen
gab ein gemählde fast so groß
der Bäckin, und bekam dargegen
dieß Gnadenbildnis in ihr Schloß.
Baron von Grimming, der sein Leben
In Einsamkeit hat zugebracht,
Hat eine Klause und darneben
Ein Hüttlein für dieß Bild gemacht.
Durch Rudolf kam zum ersten Male
dieß Bildniß auf den Plainberg her.
Es wirkte Wunder ohne Zahle
Und ließ Niemanden von sich leer.

Ausführliche Informationen über den Wallfahrtsort Maria Plain und das Gnadenbild finden Sie auf der Homepage von Maria Plain.