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Kinderheim "St. Michaels Parish, Eluru" in Indien

Der Pfarrverband Regen-Langdorf finanziert ein Kinderheim in Mangisettivarigudem (Diözese Eluru).  Eluru liegt in Südindien und ist die Heimatdiözese des Regener Kaplans David Savarimuthu. Im Monat August 2008 war die Grundsteinlegung und im November 2010 die Einweihung des Kinderheims, das den Namen "St. Michael Kinderheim" trägt. Es wurde gebaut für Waisen und Halbwaisen von der 1. bis zur 10. Klasse, die ohne dieses Heim keine Chance auf Schulbildung hätten.

Das Kinderheim St. Michael ist fertiggestellt

Eine Gruppe aus dem Pfarrverband reiste zur Einweihung nach Indien

Ein Reisebericht von Stadtpfarrer Josef Ederer im Pfarrbrief zu Weihnachten 2010 (Ausgabe Nr. 6):

Nach gut zwei Jahren sind die Bauarbeiten am Kinderheim St. Michael in Mangisettivarigudem in Indien abgeschlossen worden. Über 80.000 Euro haben Gruppen, Vereine und viele Einzelpersonen aus dem Pfarrverband und darüber hinaus gespendet, damit dieses Projekt Wirklichkeit werden konnte. Dafür allen nochmals ein herzliches Vergelt's Gott.

Am 14. November machte sich eine 29-köpfige Gruppe auf den Weg nach Indien, um zusammen mit den Gläubigen der neu gegründeten Pfarrei St. Michael die Einweihung des neuen Heimes zu feiern. Eine Reise mit vielfältigen Eindrücken begann.

Nach dem Flug von München über Dubai nach Hyderabad übernachteten wir im Henry Martin Institute in Hyderabad. Schon die Busfahrt vom Flughafen zu unserer Herberge hinterließ tiefen Eindruck. Dichter Verkehr, scheinbar irgendwie geregelt durch lautstarkes Hupen, unendlich viele Menschen und das Erschrecken darüber, in welcher Armut hier viele Menschen leben.
Wir erhielten Einblick in die reiche Kultur des Landes und besichtigten monumentale und einst prächtige Königsgräber und die Ruinen einer riesigen Burganlage. Eine ganztägige Busfahrt führte uns ins Kloster Prema Seva Ashram in Nirmalgiri, wo wir am späten Abend mit überwältigende Herzlichkeit empfangen worden sind.
Freundliche, offene und unendlich herzliche Menschen sind uns an allen Orten unserer Indienreise begegnet. Mit allem, was ihnen zur Verfügung stand, zeigten sie ihre Gastfreundschaft und versuchten uns das Leben so angenehm wie möglich zu machen. Angesichts der Armut, die überall zu sehen war, war es oft nicht leicht, die frohen und lachenden Gesichter zu verstehen.

Der Höhepunkt der Reise war am 18. November die Einweihung des Kinderheims und die Gründung der Pfarrei St. Michael in Mangisettivarigudem durch Bischof Mallavarapu Prakash aus Vijayawada, dem derzeitigen Bischofsadministrator der Diözese Eluru.
Mit großer Freude besichtigten wir das große und freundliche Haus, in dem einmal bis zu 100 Kinder leben und von da aus die Schule besuchen können. Eine bessere Zukunft für die Menschen gibt es nur durch eine gute Ausbildung und dazu gehört der regelmäßige Schulbesuch. Das, was sich in unseren Ohren so selbstverständlich anhört, ist eben nicht überall selbstverständlich. Weite Wege, Armut, Familien, die als Wanderarbeiter unterwegs sind, das alles sind Hindernisse für einen kontinuierlichen Schulbesuch. Hier soll unser Kinderheim helfen.
Ab Januar werden ca. 50 Buben und sobald Frauen (evtl. Schwestern) zur Betreuung gefunden worden sind, auch Mädchen das Kinderheim mit Leben erfüllen. Unter Leitung des neuen Pfarrers der Pfarrei Yaddala Vijayakumuar, der im Heim wohnt, werden im Erdgeschoss die Buben essen, lernen und schlafen und im 1. Stock dann die Mädchen.
Damit das Kinderheim leben kann, braucht es weiterhin unsere Unterstützung. Je nach Belegung benötigt das Heim für das Personal und die Verpflegung der Kinder ca. 30.000,- Euro im Jahr. Einen Teil dieser Summe werden die Eltern der Kinder aufbringen (monatlich 7 Euro je Kind, sofern dies möglich ist), einen Teil wird Kaplan David durch einen Teil seines Gehaltes aufbringen, einen weiteren Teil versuchen wir von Hilfswerken zu erhalten, aber ein guter Teil wird auch von uns erbeten bleiben. Im neuen Jahr werden wir deshalb einen Verein zur Förderung des Kinderheims St. Michael in Indien gründen und Patenschaften für die Kinder im Kinderheim anbieten. Jeder Beitrag ist wichtig und gibt einem Kind die Chance, eine bessere Zukunft zu haben. Wir hoffen hier auch in Zukunft auf Ihre Hilfe.

Am Tag nach der sehr eindrucksvollen Einweihung des Kinderheimes ging unsere Reisegesellschaft auf eine Flusskreuzfahrt auf dem Fluss Godavari. Nach dem Trubel der Vortage war die Fahrt vorbei an unberührter und fast menschenleerer Natur ein wohltuender Ausgleich. Auf dem Boot erhielten wir dann einen Einblick in das Lebensgefühl des modernen Indien. Einige Bollywood-Tänzer zeigten, untermalt von lautstarker Musik, ihr Können.
Eine Einladung des Zwieseler Kaplans Talari Mokshananand, der gerade auf Heimaturlaub in Indien war, zum Abendesssen bei seiner Familie schenkte uns tags darauf einen Einblick in das Leben indischer Familien.
Der letzte Indientag war geprägt von der Besichtigung von Heiligtümern und Denkmälern der Hindus und der Muslime in Hyderabad. Natürlich gehörte der Kauf von Saris, Gewürzen und anderen Mitbringseln zum Programm des letzten Tages, bevor wir uns wieder aufmachten zum Flughafen. Ein letztes Mal sahen wir Menschen, die am Straßenrand oder unter Brücken schliefen und waren betroffen von der Armut dieser Menschen. Mit diesen bewegenden Eindrücken kehrten wir nach Hause zurück, sicher ein Stück dankbarer für all das, was uns in unserer Heimat geschenkt ist und was wir oft als so selbstverständlich hinnehmen, vom sauberen Wasser angefangen, über unser Sozialsystem, bis hin zu einem intakten Straßennetz. Nach den stundenlangen Fahrten auf indischen Straßen war die Heimfahrt auf der Autobahn wie ein Heimschweben.

Die Bilder aus Indien gehen nach. Die freundschaftliche Begegnung hat uns verbunden. Wir wollen diese Verbindung aufrechterhalten, durch unser Gebet und durch unsere Solidarität und Hilfe.

                                                                  Pfarrer Josef Ederer

Auch nach der Fertigstellung entstehen Kosten für den Betrieb des Kinderheims, wie im vorstehenden Reisebericht erläutert. Sie können mit einer Spende auf folgendes Konto helfen:

Konto-Nr. 23058225, BLZ 74151450, Sparkasse Regen; Verwendungszweck: Kinderheim Indien